Nachhaltige Landschaftsentwicklung Institut für Geowissenschaften und Geographie Fachgebiet Nachhaltige Landschaftsentwicklung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vorschläge für Graduierungsarbeiten

Vorschläge für Graduierungsarbeiten

Auf dieser Seite finden Sie unverbindliche Vorschläge für Ihre Arbeiten im Studium, etwa Ihrer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit.

Außerdem werden hier aktuell ausgeschriebene Abschlussarbeiten veröffentlicht, auf die Sie sich bewerben können.

Bereits abgeschlossene Bachelor- und Masterarbeiten finden Sie hier.


  • Die Abschlussarbeiten werden vom Fachgebiet Nachhaltige Landschaftsentwicklung  individuell betreut.
  • Die ausgegebenen Themen stellen Angebote zur Diskussion über das mögliche Thema dar, das je nach Zielsetzung der Bearbeiterin/ des  Bearbeiters formbar bzw. veränderbar sind.
  • Auch eigenständige Themenstellungen werden gern betreut.

Wenn Sie Interesse an der Bearbeitung eines Themas haben, setzen Sie sich bitte mit uns frühzeitig in Verbindung.


Beispiele für Themenstellungen im Schwerpunkt nachhaltige Raumentwicklung:

  • Urban Gardening
  • Urban Health
  • Szenarien-Entwicklung der Landnutzung unter Klimawandel und demographischen Änderungen
  • Ecosystem Services Assessment

Aktuell ausgeschriebene Abschlussarbeiten

Thema für eine Bachelor- oder Masterarbeit

Ökosystemleistungen (ÖSL) sind die Beiträge der Natur und Landschaft, die kostenlos für uns Menschen zur Verfügung gestellt werden – wie zum Beispiel Trinkwasser, Nahrung und Erholung in der Natur. Brasilien ist durch den Amazonasregenwald und den Artenreichtum international bekannt, aber auch öfters durch Wald- und Brandrodungen in den Medien, wodurch Biodiversität und ÖSL in Gefahr sind. Einen großen Anteil an der Entwaldung hat vor allem die Landwirtschaft. Daher ist es wichtig, die Landwirtschaft in Brasilien nachhaltig zu gestalten, so dass möglichst viel Biodiversität und ÖSL erhalten bleiben oder sogar verbessert werden. Die Multifunktionalität der Landwirtschaft kann dabei eine Schlüsselrolle spielen. Es gibt viele und sehr unterschiedliche Ansätze, ÖSL räumlich und zeitlich zu erfassen. Die Frage ist, welche dieser Ansätze in dem Kontext der Landwirtschaft in Brasilien geeignet sind und welche vor allem für die Bewertung einer nachhaltigen Landwirtschaft genutzt werden können. Die Fragestellung der Bachelor- oder Masterarbeit bezieht sich auf:

  • Welche Bewertungsansätze, Landschaftsmetriken und Indikatoren wurden in der internationalen Literatur verwendet, um das Potenzial der Agrarlandschaft zur Bereitstellung mehrerer Ökosystemleistungen (Multifunktionalität) zu bewerten?
  • Welche Tools und Modelle wurden für eine integrierte, zeitliche und räumliche Analyse in der Agrarlandschaft verwendet (u.a. zur Analyse der Kapazität, Bedarfe, und Flüsse von ÖSL)?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, diese Tools und Modelle als Entscheidungshilfe für eine nachhaltige Landwirtschaft in Brasilien einzusetzen?

Methodisch soll diese Bachelor- oder Masterarbeit auf einer systematischen Literaturanalyse von wissenschaftlichen Publikationen basieren. Dabei wird vor allem die Datenbank „Web of Science“ hinzugezogen. Die Informationen sollen (sofern möglich) in einer Software entweder qualitativ oder quantitativ ausgewertet werden, um die oben genannten Fragen zu beantworten.
Die Bachelor- oder Masterarbeit wird in enger Zusammenarbeit zwischen der MLU und der Brasilianischen Agrarforschungsgesellschaft (Embrapa), Dr. Rachel Prado, entwickelt. Die Kommunikation mit der Zweitbetreuerin erfolgt auf Englisch und die Arbeit soll auf Englisch verfasst werden.

Ansprechpartnerin an der MLU und Erstbetreuerin: Dr. Janina Kleemann, Abteilung für Nachhaltige Landschaftsentwicklung (janina.kleemann@geo.uni-halle.de)

Generelle Themenbereiche für Abschlussarbeiten:

  • Interaktionen sozio-ökologischer Systeme
  • Landnutzungs- und Raumplanung
  • Landnutzungsänderungen und deren Einfluss auf Ökosystemleistungen
  • Wahrnehmung und Analyse von Ökosystemleistungen Planungsevolution und Effekte auf den geplanten Gewerbepark StarPark II

Themenvorschläge für Bachelorarbeiten

  • Die Entwicklung der Logistikbranche im Raum Leipzig/Halle: Warum gerade hier? Und inwiefern werden andere Sektoren gehemmt bzw. bleiben Ansiedlungen aus?
  • Flughafen vs. Grundzentrum: Entwicklungsperspektiven der Gemeinde Gröbers vor der Problematik Baulandausweisung (Siedlungsbeschränkungsgebiet)
  • 3D-Visualisierung: Sichtbarkeit von Windenergieanlagen auf Vorrang- und Eignungsgebieten (Wechselwirkungen mit bedeutsamen Objekten und Kulturdenkmälern; Sichtachsen)
  • Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf den Obst- und Weinbau in der Region Halle: Folgen und ökonomische Effekte auf die Agrarstruktur
  • Elster-Saale-Kanal als überörtliche (wassertouristische) Entwicklungsachse (Trasse ist bereits in der REP-Fortschreibung Halle integriert): Was wird für die Region erzielt?
  • Demographischer Wandel I – Daseinsvorsorge: Ausstattung der Gemeinden mit Angeboten/Dienstleistungen à Welche Strategien existieren? Sinnhaftigkeit? (letzte Bestandsaufnahme 2013, Aktualisierungsdruck)
  • Brachflächen im Saalekreis: Erfassung bereits nahe 100%, doch wie weiter? Selbstüberlassung oder differente Nutzungsmuster? (konzeptionelle Überlegungen für ein Strategiepapier)
  • Die hallesche Osttangente: Planungsevolution und Effekte auf den geplanten Gewerbepark StarPark II

Themenvorschläge für Masterarbeiten

  • Kulturlandschaften: Sicherung von Grün- und Freiraumkorridoren; Was sind überhaupt „Grünzüge“ per Begriff? Wie sind deren Flächenanteile genormt zu bemessen?
  • Demographischer Wandel II: Wie können Gartenflächen als Grünflächen vor Bebauungsbestrebungen „geschützt“ werden? (=Entwicklung von Nutzungsstrategien, um junge Leute zur Flächennutzung zu aktivieren à insb. außerhalb Halles in Klein- und Mittelstädten).
  • Demographischer Wandel III: Bewertung (Erfolgskontrolle) von regionalen Projekten (z.B. mobiler Zahnarzt, Sparkassenbus, Digitalärzte).
  • Baugebietsausweisungen: Konzeptionelle Entwicklung eines Tools (Folgekostenrechner), um die Sinnhaftigkeit von Baugebietsausweisungen zu bewerten (insb. vor dem Hintergrund laufender Kosten) à Entscheidungshilfe für die Regionalplanung bis zur kommunalen Bauleitplanung, um Brachflächen intelligent weiterzuentwickeln (mgl.w. in Zusammenarbeit mit dem MLV LSA).

Neue Themenvorschläge für Masterarbeiten

Laut LEP 2010 darf in nicht zentralen Orten keine Siedlungsfläche über den eigenen Bedarf entwickelt werden, jedoch sind Siedlungsflächen insbesondere an der Goitzsche stark nachgefragt. In der Folge nimmt die Siedlungsfläche deutlich zu, während gleichzeitig dennoch ein Einwohnerrückgang zu verzeichnen ist. Ältere Bebauungspläne setzen einen Rahmen der heute nicht mehr hinreichend ist. Gleichzeitig ergibt sich die Schwierigkeit, den zunehmenden Tourismus mit der Bautätigkeit zu harmonisieren. Ziel der Arbeit ist es daher gemeinsam mit der RPG Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und den betroffenen Gemeinden ein interkommunales Siedlungskonzept zu entwickeln, das eine hinreichende Fläche für Bautätigkeiten ermöglicht, gleichzeitig die Tourismusentwicklung aber nicht gefährdet.

Als eigenes Thema oder ergänzend zu der Arbeit kann auch eine historische Perspektive gewählt werden, die die heutige Realität und Planansätze der Goitzsche (TEP Goitzsche 1997, REP 2005, FNP, B-Pläne) vergleicht und Empfehlungen für eine Aktualisierung der Pläne ausgehend von Entwicklungsprognosen der Siedlungs- und Tourismusentwicklung gibt.

 Konzeptionelle Entwicklung eines Tools (Folgekostenrechner), um die Sinnhaftigkeit von Baugebietsausweisungen zu bewerten (insb. vor dem Hintergrund laufender Kosten) à Entscheidungshilfe für die Regionalplanung bis zur kommunalen Bauleitplanung, um Brachflächen intelligent weiterzuentwickeln (mgl.w. in Zusammenarbeit mit dem MLV LSA).

Die Arbeit soll insbesondere die Auswirkung  der zunehmenden Anzahl von Windkraftanlagen sowie des Repowering auf  landschaftsästhetische Aspekte in der Region untersuchen und dabei v.a.  auch die Frage beantworten inwieweit der Kulturlandschaftscharakter,  respektive das kulturelle Erbe beeinträchtigt werden. Es sollen Hinweise  für noch nutzbare Flächen sowie ggf. zu Beschränkungen im Repowering  erarbeitet werden. Die Arbeit kann hierzu auf die Software GISCAME  zugreifen.

Die beiden Themen fokussieren auf die Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg  und werden von der regionalen Planungsgemeinschaft mit betreut. Erwünscht sind einschlägige  Vorkenntnisse in der Regionalplanung sowie bei Thema 2 grundlegende  Kenntnisse in der Anwendung von GIS-basierter Software.

Praxispartner: Stefan Hermann, Stadt Bitterfeld-Wolfen, Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bauwesen.
Kontakt: Dr. Babette Scurell, Energieavantgarde Anhalt: ; Prof. Dr. Christine Fürst, MLU: